Jay Dee - Ruff draft***Originalpressung EP 2003
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Jul 11, 2010 Sold Date
Jul 4, 2010 Start Date
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Description

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Alles Liebhaberstücke, nie gescracht. Ausschließlich gehört, genossen, archiviert.
Sämtliche meiner hier verkauften Platten sind im tadellosen Zustand, man müsste eigentlich behaupten sie seien neu.
Originalpressung aus Erscheinungsjahr 2003. Damals nur als Vinyl erschienen.

Damals, im Jahr 2003, erschien "The Ruff Draft EP" nämlich lediglich auf Vinyl, auf Dillas eigenem Label Mummy Records veröffentlicht, mit Vertrieb von der heimischen Groove Attack-Bagage. In einer Zeit, in der die Musikindustrie Jay Dee ihre fiese Fresse zeigte: MCA Records, bei denen Dilla gerade einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte, atomisierte sich aufgrund unerfindlicher Business-Geschäfte und legte bis auf Weiteres die Aussicht auf eine Dilla-Veröffentlichung auf Eis. Was Dilla noch viel schlimmer traf: Etliche seiner Fürsprecher aus den Fanreihen äußerten ihre Enttäuschung gegenüber Commons eklektischer Seelenfindung "Electric Circus", an der Dilla maßgeblich beteiligt war.

Dilla jedoch, der sich seit jeher nur widerwillig mit der Industrie angelegt hatte, ließ diese negativen Vibes an sich vorbei ziehen und begab sich schlichtweg in sein Studio in der Heimatstadt Detroit, um eine ungeplante, wie auch ungeschliffene Momentaufnahme zu schaffen: "Ruff Draft".

So zerpflückt und abgefahren improvisiert "Electric Circus" auch war, so markierte "Ruff Draft" den Übergang zu Dillas neuem Projekt Jaylib mit Beat Konducta Madlib, das zudem den Schulterschluss mit Stones Throw Records einläutete. Musikalisch bedeutete das die Rückkehr zu den typisch rollenden Dilla-Drums, MPC-Magie und einer bis dahin eher selten gezeigten, oder vielmehr von der Öffentlichkeit ignorierten Sympathie Dillas für Blunts, Weiber und Dollar-Scheinen.

Denn obgleich Dilla ohne Frage das Zertifikat eines Säulenheiligen der Conscious-Bewegung in der Tasche hatte, war er nie abgeneigt, völlig breit die Fuffies im Club zu werfen: "If you wanna fuck all night. Let me hear you say: I wanna fuck all night!" "Crushin' (Yeeeeaah!)" bringt es auf einem unverschämt relaxten Gitarren-Loop auf den Punkt. Thematisch geht es also genau um das, was dogmatisch als Damoklesschwert über dem Hip Hop-Genre schwebt: Mädels bürsten, Dübel rauchen und Toys in die Wüste schicken. Bei Kollegin Fromm dürfen das ohne Beanstandung die Ying Yang Twins und bei mir eben J Dilla. Wieso? Weil es wohl wenige andere Menschen gibt, die musikalisch aus so wenig, so viel machen können.

Bei Sample-Kunst in derart liebevoller Kleinstarbeit, wie etwa auf "Intro (Alt)" oder dem grandios scheppsen "Wild", könnte er über meine Mutter rappen und ich würde es ihm nicht übel nehmen.

J DILLA (aka JAMES YANCEY) begann seine Karriere als JAY DEE, nannte sich aber ab 2001 selbst J DILLA. JAMES YANCEY war früher Mitglied der HipHop-Gruppe SLUM VILLAGE, die er jedoch nach deren erstem offiziellen Album `Fantastic Vol. 2' verließ. Das erste Mal in Erscheinung getreten ist er durch die Zusammenarbeit mit THE PHARCYDE Mitte der 1990er Jahre. Danach produzierte er Musik für Rap-Künstler wie A Tribe Called Quest, Busta Rhymes, Common, De La Soul und The Roots. Im Jahre 2001 erschien das Album 'Welcome 2 Detroit', zwei Jahre später veröffentlichte er zusammen mit MADLIB unter dem Namen JAYLIB das Album 'Champion Sound'. Anfang 2005 spekulierten die Medien nach einem längeren Krankenhausaufenthalt immer wieder über seine gesundheitliche Verfassung. Seine Europa-Tournee desselben Jahres absolvierte J DILLA im Rollstuhl. Im Februar 2006, nur drei Tage vor seinem Tod, erschien sein letztes Soloalbum 'Donuts', das er fast gänzlich im Krankenhaus produzierte. Nicht nur die Starproduzenten Kanye West und Pharrell Williams sahen in ihm einen der größten Hip-Hop-Produzenten der Gegenwart. Am frühen Morgen des 10. Februar 2006 erlag JAMES YANCEY in einem Krankenhaus in Los Angeles den Folgen der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes. "Ruff Draft" erschien im Original 2003 nur als Vinyl Version


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