EPHELES - Souviens-Toi
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Dec 12, 2016 Sold Date
Nov 27, 2016 Start Date
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Description

Als ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit mit "L'Ombre De La Croix" befasste, war die wirkliche Existenz vorliegender Full-Length noch so gut wie unbestätigt. Grund hierfür: Damaliges Label von Epheles gab den Löffel ab und die Franzmänner standen dumm da. Doch es dürfte ihnen schon klar gewesen sein, ein richtig dickes Brett eingespielt zu haben und machten es sich zur Aufgabe, "Le Dernier Pardon" als schlichte CDR unter die Leute zu bringen. Ein Glück, sag ich da nur! Denn jeder, der das erste Album Epheles' sein Eigen nennen darf, hat ein kleines Meisterwerk in seinem Besitz. 
Angesichts der Vielseitigkeit dieser 7 Schönheiten, ist aller bewertender Anfang schwer. Nach dem ersten Durchlauf kann zumindest eines getrost registriert werden: Leidenschaft. Mit viel Liebe zum Detail und einer Menge Herzblut erschuf man Musik, die zu emotionalen Berg- und Talfahrten einlädt. Rege Blastbeats jagen majestätische Downtempo-Passagen und leiten zurückhaltende Ruheabschnitte ein. Auch altbekannte Ambient-Parts lassen sich finden. Aber: Erstens erfüllen diese nurmehr Track-eigene Intro-Zwecke und zwotens ist gänzliche Aufgesetztheit vom Vorgängerdemo verschwunden. Ohnehin ist die Produktion nahezu perfekt für den erstaunlich eigenständigen Stil des Trios um Meister Nephtys. Im Zusammenhang damit steht auch die Abschaffung des Kunststoff-Drummers, der dem Material unweigerlich ein großes Maß seiner Lebendigkeit genommen hätte. So aber wirkt die Abmischung überzeugend homogen, will sagen, die 4 Haupteinheiten Gitarren, Drums, Gesang und Keyboard wurden hervorragend aufeinander abgestimmt. Gerade letzte Komponente friemelt sich schüchtern ins Geflecht, stellt seinen Reiz aber gerade damit unter Beweis und erzeugt, wie früher schon, ein okkultes und düsteres Ambiente. Dennoch haben im Hause "Le Dernier Pardon" die Gitarren die beliebten Pantoffeln an. Sie sind es, die Wände voll erhabener Aggression und treibender Hingabe entstehen lassen. Vergleiche lassen sich demnach schwerlich ziehen. Man könnte eventuell Nocternity zu Rate ziehen, denn sowohl Instrumentalisierung, wie auch Komplexität, sind in ähnlicher Art auch bei Epheles vertreten. Monotone Eingängigkeit ist Tabuthema, daher bedarf's auch eines Durchlaufs mehr, damit der Funke überspringt. Funken aber sind es, die hier, in dieser Dramatik und monumental anmutenden Größe, fliegen. 
Viel mehr zu sagen gibt es nicht. All den armen Hunden, die nicht in Besitz dieses Albums gelangen werden, kann man die Daumen drücken, dass "Le Dernier Pardon" doch noch über kommerzialisiertere Wege in die Haushalte findet. Sollte dies nicht der Fall sein, hat das Gros der Szene eine wirklich fantastische Scheibe verpasst.

9/10 (myrrthronth.de)

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Als genre-fachkundiger Mensch weiss man, dass aus Frankreich sehr viel hochwertiges Material stammt, die vorliegenden EPHELES dürfen ruhigen Gewissen hinzugezählt werden. Eigentlich wollte man „Souviens-toi“ schon 2003 herausbringen, jedoch gab es Probleme mit dem damaligen Label, so sollten drei Jahre vergehen, ehe man dieses Werk veröffentlichen konnte. Ursprünglich trug „Souviens-Toi“ noch den Titel „ Le Dernier Pardon“, doch „Le Dernier Pardon“ wurde ja letztlich der breiten Masse vorenthalten. Das Frontbild sieht, wenn man ehrlich ist, wie das vieler anderer Alben aus, jedoch spürt man diese kalte, okkulte Depression auch in der Musik selbst. Das wiederum ist nicht immer gegeben.

Wenn man den Black Metal, den EPHELES spielen, genauer beschreiben wollte, so wäre es sicherlich nicht die undenkbarste Idee, das Stichwort 90er-Black Metal aufzugreifen. Im Gegenteil, naheliegender geht es kaum. Manchmal ist es, als würde man den Geist vergangener Meilensteine anrufen und von deren Kraft zehren. Irgendwie klingt die Musik erhaben, zugleich strahlt sie aber Emotionen, Niedergeschlagenheit und Kälte aus. Hört man die ersten Momente von „Souviens-toi“, so kommt es einem vor, als würde man mit dunkler Vorahnung durch einen dunklen und mysteriösen Keller schleichen. Wenn man so will, erfüllt sich dies ja auch in Form eines kraftvollen Auftaktes der drei Franzosen. Geht man also erstmal rasant vor, so wird schon kurze Zeit später in „Le Linceul De La Mort“ eine stimmungsreiche, verweilende Stelle eingebaut, in der der Gesang leicht flüsternden Charakter besitzt. Doch immer wieder durchreisst das Trio mit einem umwerfenden, besitzergreifenden Riff den jeweiligen Augenblick. Das hintergründige Keyboard verleiht der Musik die letzte Klangesnuance um in wahrhaft aussergewöhnlichen und erhabenen Bahnen umherzukreisen.

Der Beginn des darauffolgenden „Les Abîmes Du Temps“ erinnert von der einsamen, transzendentalen Keyboardmelodie an die extra-terrestrischen Momente von Bergthrons „Verborgen in den Tiefen der Wälder“, so dass Schauer den Rücken hinunterjagen. Eindrucksvoll geht dieses knapp zwölf Minuten lange Lied auch weiter, immerzu mit diesem todtraurigen Unterton. Der Track zieht geschwind und eindrucksvoll am Hörer vorbei, keinerlei Längen oder Hänger gibt es zu verzeichnen, was bei der Spieldauer durchaus bemerkenswert ist.Zugleich zeigt sich „Souviens-toi“ sehr sprunghaft; verschiedenste Gefühle werden in recht knapper Zeit aufgegriffen, das jedoch keineswegs abrupt sondern sanft eingeleitet. Ungezählt die Momente, in welche die Franzosen filigran und mit Finesse zu Werke gehen. Der Gesang ist wohlbedacht eingesetzt, manchmal vernimmt man ihn eine Zeit lang gar nicht oder nur durch Knurren oder Krächzen, um der Atmosphäre den letzten Anstrich zu geben. Keines der Instrumente drängt sich in den Vordergrund, auch das ist beachtlich. Natürlich glänzt hier mal die Gitarre mit einem Melodiebogen, das Schlagzeug gefällt durch präzises und eingängiges Drumming oder das Keyboard schwelgt geradezu in autogenen Sphären, doch niemals zu extensiv.

Es hat einen Grund, warum ich EPHELES sehr schätze, mit „Souviens-toi“ liefern sie genügend Beweise um meine Meinung zu stützen. Selten darf man klanglicher Einfachheit lauschen, die so perfekt im Sinne von atmosphärisch umgesetzt wurde. Alleine die obskur-melancholischen Keyboardmelodien sind fantastisch. Dieser Umstand verwoben mit dem totalen Chaos, nackten Emotionen, wie man sie in der schnellen Musik jederzeit spürt, macht aus dem erneuerten Debüt-Album der Franzosen ein grandioses und verdammt intensives Werk.

9/10 (metal1.info)

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Obscure cult underground Black Metal, that's what we have here my friends. No doubt, for those unfamiliar with Epheles, you are thinking of lo-fi, coarse, grating, razor-sharp Darkthrone worship, but that is not the case. Hailing from France, which, over the last several years, has given birth to some of the most biting and blistering Black Metal of our time, Epheles deliver an opus that revels in a savage fury of precision Black Metal, wrapped in a clean, well produced package.

I was very pleasantly surprised by this long player, as the music contain therein is everything a modern Black Metal record should be — long tracks filled with hateful screeching, face melting blast beats, needle-precision tremolo riffing, sinister dark ambience and swirling malevolence. Main (and only) man Nephtys demonstrates just how effective the one-man Black Metal project can be by delivering a focused yet diverse album seeped in venom and dripping atmosphere. Nephtys possesses a very effective vocal style that, while not bringing anything new to the table, instills the necessary sense of vengeful spite that characterizes all great Black Metal vocalists. He occasionally strays into clean, spoken word style vocals with a raspy, evil voice providing a narrative complement, as well as the odd whispering passage, with each approach used in the right place and never out staying its welcome before the main shriek returns.

Musically, Nephtys employs different Black Metal styles, ranging from sinister ambient passages to raging tremolo blasting, often going from one style to the other without pause, and it is all done with a maturity that must usually wait until two or three albums into a bands career. The drums are all programmed, an aspect which can often hurt an album, but in the case of Souviens-Toi they sound very organic. Each piece of the kit has a big sound, especially the cymbals which crash their way through each track with aplomb, nicely accenting the oft pummeling bass, and sharp snare — if you didn't know they were programmed I doubt you'd pick it, with the only clue being the straight ahead nature of the beats that have little involvement from the toms. The star of the show, as should be the case for any metal album, are the guitars, which riff away with such furious delight that you can't help but bangeth thy head even when they are setting a torturous pace. They have a full clean sound, with a very rough distortion that isn't washed out with fuzz, but they are still very much black in tone, more like a razor than the traditional Black Metal hacksaw, giving the sandpaper power chord riffing that Nephtys delivers some serious bite without subtracting from the soaring tremolo melodies that are also quite prevalent (the drawn out intro of "To the Threshold of Nothingness" is an exercise in blackened torture that perfectly demonstrates what a well produced guitar overflowing with hate can achieve). I would favourably compare Souviens-Toi to the latter output of Belenos, but minus the Celtic/folkish elements — the break-neck blasting and melodic riffing, along with the savage screeching, delivers an experience that would make Loïc proud. The acoustic guitar tone is particularly reminiscent of Belenos' style, and used to much the same effect — never driving the song, but used instead to supply the calm in the eye of the storm. That's not to say this is a copycat effort though — Souviens-Toi is of the same high caliber, from the same school, but retains its own misanthropic identity.

There are some keyboards on this album, providing some short, largely atmospheric interludes, but they constitute a much smaller part of the overall feeling than I had been lead to believe. That's not to say those moments are unnecessary or throw-away, far from it - their role is not large but instead complimentary, providing a foggy, ethereal background more often than not.

Souviens-Toi was originally recorded under the title Le Dernier Pardon with different track titles (but the same music), but was never released by their first label. Their current label, Konklav Records, picked it up and released it with all tracks renamed. The CD is pretty hard to get hold of.

To be blunt, this is a fucking balls out, face-smashing Black Metal album, thick with atmosphere. It is the perfect music to write hate mail to. The compositions are epic in both length and scope, ebbing and flowing between the ambient and visceral, drawing into the dark world that Nephtys has crafted.

Label: Konklav Records
Year released: 2006
Duration: 48:04
Tracks: 7
Genre: Black Metal

Rating: 4.25/5

(metalcrypt.com)


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