3x 78 RPM Kpl. Set - Rex Stewart´s Hot Club Berlin Session im Delphi - 1948
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Description
3x 78 RPM Kpl. Set - Rex Stewart´s Hot Club Berlin Session im Delphi - 1948
Recorded Berlin, Delphi Keller 15.7.1948
Delphi-Keller, Berlin, Kantstraße 12a, Ecke Fasanenstraße unter dem ehemaligen Delphi-Palast. Heute "Quasimodo".
Der Spiegel 7.8.1948
Rex mochte Fräulein Gerda nicht
Berlin hat schon eine Reihe von Jam-Sessions seines Hot-Clubs erlebt. Die letzte übertraf alles. Rex Stewart, 1932 bis 1943 erster Solotrompeter bei Duke Ellington, vielgeehrter Star der Nizzaer Jazz-Festspiele, war mit dabei.
Es war nicht einfach gewesen, ihn in den Delphi-Keller zu locken. Bei seiner Tournee durch die amerikanische Zone war es kaum einem Deutschen vergönnt gewesen, einen Ton von Rex zu hören.
An zwei Seiten des Kellersaales stand je ein großer Karbidscheinwerfer. Sie konnten die dicke Luft kaum durchdringen. Dazu kam das Licht von Kerzen. Jeder Gast hatte außer seinem Eintrittsgeld eine mitbringen müssen.
Stewart blies. Laut und scharf kamen die Töne aus seinem Kornett, dessen Mundstück so flach ist, daß nicht einmal ein Pfennigstück hineinpaßt. Mackie Kasper und Hans Berry, die beide zur deutschen Jazz-Elite gehören, versuchten vergeblich, einen Ton aus dem Instrument herauszuholen.
Rex brachte das, was man den "real jazz" nennt. "Die deutschen Musiker sind technisch nicht schlecht; aber ihnen fehlt das Jazzgefühl von Stewart", schrieb "Die Welt" am nächsten Tag.
Etwa 1,60 m groß und dabei über zwei Zentner schwer, stand Rex Stewart in Hemdsärmeln und Hosenträgern da, auf kleinen Kinderfüßen, und spielte, begleitet von schwarzen und weißen Musikern. Rex benutzt beim Spiel meist nur eine Hand. Klangeffekte erreicht er ohne Dämpfer, nur durch Ventilarbeit. Den anderen Arm bewegt er im Rhythmus wie die Pleuelstange einer Dampfmaschine hin und her. Stewarts beträchtlicher Bauch wackelt dabei, und der Schweiß rinnt ihm übers Gesicht. An Aesthetik war nicht zu denken.
Rex regte an, daß seine deutschen Jazz-Kollegen einmal spielten, und sie spielten darauf "Honeysuckle Rose". Rex gähnte.
Später wurden Schallplatten geschnitten. Rex blies jedem Musiker vor, was und wie er spielen sollte, stellte dann alle in eine Reihe mit dem Gesicht gegen die Wand und ließ sie eine halbe Stunde ihre Chorusse üben. "Bei uns in Amerika machen wir das bei Schallplattenaufnahmen immer so."
Nach ein paar Aufnahmen wollte Rex etwas Deutsches hören. Man spielte "Fräulein Gerda". Ein grunzendes "Nuts!" (Quatsch!) war die ganze Antwort.
Bei "Bei dir war es immer so schön" horchte Stewart auf. Man wollte die Noten holen. "Ah, nix Noten", wehrte er mit beiden Händen ab. Nach kurzer Zeit hatte er die Melodie erfaßt, kurz gab er jedem musikalische Instruktionen. "One, two" - das Magnetophonband der Amiga-Schallplattenfirma lief für eine neue Aufnahme von "Rex Stewart und seiner Hot-Club-Berlin-Band".
Am nächsten Tage spielte man Rex Stewart seine alten Jazzaufnahmen aus den 20er und 30er Jahren vor.. Er konnte die Tränen nicht zurückhalten. Ein Widmung auf die schönste Platte war sein Dank.
Rex Stewart´s “Hot Club Berlin” Session Kompletter Satz der Session
Besetzung: Macky Kasper, Teddy Lenz (b); Joe Appleton (cl,ts); Rex Stewart (c.leader); Clinton Maxwell (d); Heinz Cramer (g);
Conrad Martinez (p); Helmut Wernicke (p);Louis Stephenson (as); Carlton Riley (tb); Walter Dobschinski (tb); Hans Berry (tp); Fritz Schulz-Reichel - Für die komplette Session !
Nr.E 723 - Mehr zur Bewertung siehe unten!
Seiten 1-6 : Gesamt 3 Platten ! Titel: Muskrat Ramble / Old Woman Blues + / Air Lift Stomp (Amiga Stomp) / Linden Blues / Blue Lou (Klasse!) / Bei dir war es immer so schön
Amiga 1163 - 1165 , Deutschland , im Zustand 2-- / 2-- oder besser (Optisch / akustisch)
Zustand 2-- / 2-- (Optisch / akustisch)
Das heißt Zustand gut. Spielt wie sie aussieht, also gut.
Minimalste Gebrauchsspuren knistert - wie üblich - minimal.
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Germany 0 Euro / Europe 10 Euro / Rest of the World 10 Euro
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Zur Bewertung:
Schulnotensystem 1-6. 1 wird nicht vergeben, da neu und nicht nachweisbar. Meine Bestnote ist 2!
Man kennt das, optisch 2, keine bis kaum Gebrauchsspuren, aber akustisch ziemlich am Knistern oder Rauschen. Um dieser Entäuschung - soweit möglich - vorzubauen, nehme ich eine extra ausgewiesene optische und akustische Bewertung vor. Die Erfahrung zeigt, es gibt immer wieder Platten, wo die beiden Bereiche auseinander fallen. Sollte also eine Platte stärker Knistern als sie optisch erwarten läßt, so ist dies durch eine schlechtere akustische Wertung angedeutet D.h. diese Bewertung bezieht auch Aufnahme und Press- bzw. Herstellungsqualität mit ein. Die beiden Zahlenwerte sind also unbedingt in Relation zu setzten! Z.B. eine Platte 2 / 2- ist optisch tadellos, knistert aber etwas. Die Gesamtbewertung geht von 3 für eine ordentlich erhaltene Durchschnittsplatte mit Gebrauchsspuren aus. Auch auf Platten aus dem 4er Bereich versteht man in der Regel noch alles. Richtig kriminell wird es ab 4-. + und - geben wie üblich Zwischenzustände an. Ist der Erhaltunszustand der beiden Seiten unterschiedlich, so wird dies extra angegeben. Bei Scratches oder Nadellöchern wird die Grö?e durch Anzahl der Knack bzw. Zischlaute angegeben. Also, zwei kleine nebeneinanderliegende 2 Nl 2x.
Optisch
+ 2 - sehr wenig bis gar nicht gespielt, keine grauen Rillen Die Platte,
die dem Sammlerherz gut tut
+ 3 - Durchschnittsplatte mit Gebrauchsspuren, selten Graue Rillen
+ 4 - Platte deutlich oft gebraucht hier ist schon der Liebhaber gefragt
5 Dokumentarischer Wert wiedergabetauglich
6 Dokumentarisch nicht wiedergabetauglich
Akustisch
+ 2 - keine Nebengeräusche allenfalls minimales ( normales) Knistern
+ 3 - Nebengeräusche, aber zufriedenstellende Wiedergabe
+ 4 - deutliche Nebengeräusche Knistern, Knarzen Knacken Rauschen usw.
aber immer noch verständlich
Abkürzungen:
+ mit Gesang z.B. F+
F - Foxtrot sF - Slowfox Ser - Serenade Be - Beguine Cha - Chanson T - Tango Bl - Blues W - Walzer Sa - Samba Ch - Charleston R - Rumba Psd - Pasodoble P - Polka Ml - Marschlied Ts -Twostep Os - Onestep Qs - Quickstep L - Lied Sh - Shimmy Boo - Boogie Woogie Ma - Mambo.
Rs - Randschaden NICHT in Rille Ls - Labelschaden gro? oder klein Nlf - Nadelläufer - NICHT örbar Scr - Scratch / Kratzer hörbar
lscr - kleiner Kratzer NICHT hörbar hcr. - Haarriß cr. - Crack/ Riß lam-hcr - laminierter Haircrack bei Platten mit Pappkern z.B. amerikanischen Columbias, in der Regel kein Problem Int. Hcr - interner Haarri? normalerweise kein Problem Nl - Nadelloch kl. - klein gr. - Groß Fst. - Fehlstelle z.B. Dreck in Rille Bl - Blase Vsch - Verschmutzung hrb - hörbar OH - Originalhülle 4x Anzahl des Knacken bzw.Zischen bei Nl o. scr Nk - Nachkriegspressung v.Vorkriegs- oder Kriegsaufnahme. Start - Schwerer Start auf ersten Rillen 105 ! - Spielt erheblich besser mit einer dickeren z.B. 105er Nadel ! bl Pr. - blasige Pressung Wol - Writing on Label / Beschriftung auf Label SOL - Sticker on Label/Aufkleber auf Label Ansonsten ausführliche Erläuterung.